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Lexikon der Fachbegriffe
Pathogen
Eigenschaft z.B. von Viren, Mikroorganismen oder Substanzen, eine Erkrankung hervorzurufen. Zu den häufigen Pathogenen zählen Bakterien wie Staphylokokken, Viren wie das Humane-Immundefizienz-Virus (HIV) und Pilze wie z.B. Hefepilze der Gattung Candida oder Schimmelpilze der Gattungen Aspergillus und Fusarium.
Pilze
Organismen, die in mikroskopisch kleinen einzelligen Formen (z.B. Hefepilzen) bis hin zu größeren, Fruchtkörper bildenden Formen (z.B. Champignon) vorkommen können. Pilze existieren überall in der Natur und zersetzen organisches Material. Die meisten Pilzarten stellen für die menschliche Gesundheit kein Risiko dar. Sie können aber ein geschwächtes Immunsystem (z.B. bei Krebs- und AIDS-Patienten sowie bei Transplantat-Empfängern) ausnutzen und lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen. Die von Pilzen hervorgerufenen Infektionen werden als Mykosen bezeichnet, wenn innere Organe betroffen sind, spricht man von invasiven Mykosen.
Prophylaxe
Behandlung, die einer Erkrankung vorbeugt.
Resistenz
Unempfindlichkeit eines Erregers gegenüber dem Wirkstoff.
Schimmelpilze (Fadenpilze)
Bezeichnung für Pilze, die Nahrungsmittel und anderes organisches Material schnell mit einem sichtbaren, watteartigen Belag aus Pilzfäden überziehen. Die daraus wachsenden, auffallend gefärbten Fruchtkörper enthalten Sporen, die der Verbreitung der Schimmelpilze v.a. über die Luft dienen. Schimmelpilze verderben Nahrungsmittel und produzieren Substanzen (Mykotoxine), die Vergiftungen hervorrufen können. Sie lösen häufig allergische Reaktionen aus, die gegen den Pilz selbst, dessen Sporen oder Stoffwechselprodukte gerichtet sind. Außerdem können sie, vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, zu teilweise lebensgefährlichen Infektionen (Mykosen z.B. durch Aspergillus- oder Fusarium-Arten) führen. Einige Schimmelpilze bzw. deren Stoffwechselprodukte sind für den Menschen sehr nützlich und werden z.B. in der Medizin zur Gewinnung von Antibiotika oder in der Lebensmittelherstellung zur Käsereifung eingesetzt.
Spore
Sammelbezeichnung für einzellige Fortpflanzungs- und Verbreitungsform verschiedener Pflanzen, Pilze und Bakterien. Sporen von Pilzen (z.B. Schimmelpilzen) werden vor allem über die Luft verbreitet und tragen in erheblichem Maß zur deren Pathogenität bei.
Suspension
Flüssige Arzneimittelform zur Einnahme als Trinklösung.
Systemmykose
Siehe invasive Mykose
Wechselwirkung
Gegenseitige Beeinflussung zweier oder mehrerer Wirkstoffe oder eines Wirkstoffs und eines Nahrungsmittels. Eine Wechselwirkung kann zu einer verstärkten Wirkung des Arzneimittels mit möglicherweise verstärkten Nebenwirkungen, einer abgeschwächten Wirksamkeit bis hin zur Unwirksamkeit des Arzneimittels führen.
Ösophageale Candidose
Eine Infektion der Speiseröhre durch Hefepilze der Gattung Candida, die mit Schluckstörungen und Schluckbeschwerden beim Essen sowie Schmerzen hinter dem Brustbein einhergeht.

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