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Aspergillus

Aspergillus-Arten auf dem Vormarsch

Infektionen durch Aspergillus-Arten (Aspergillosen) betreffen meistens die Lunge oder die Nasennebenhöhlen, weil die Pilze mit der Luft eingeatmet werden. Wenn die Infektion nicht behandelt wird, weitet sie sich manchmal auf andere Organe, z.B. Niere, Leber, Herz und das Nervensystem aus.

Die Gattung Aspergillus gehört zu den Schimmel- oder Fadenpilzen. Diese Pilzgattung kommt überall in der Umwelt vor und umfasst ein breites Spektrum von Erregern, die Menschen oder Pflanzen befallen. Die meisten Aspergillus-Arten sind jedoch ungefährlich, viele werden sogar in der Nahrungsmittelproduktion eingesetzt.

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Abb.: Aspergillus fumigatus (oben) und Aspergillus terreus (unten). Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Herbert Hof, Mannheim.
Der Pilz Aspergillus fumigatus ist für einen großen Teil der invasiven Aspergillosen verantwortlich. Diese Art ist in der Umwelt – im Erdboden, auf verrottendem Pflanzenmaterial, in der Luft, im Wasser – und auch in Wohnräumen weit verbreitet. Aspergillus fumigatus wächst sehr schnell und kann in einem großen Temperaturbereich überleben, weshalb der Pilz verschiedenste Organismen befallen kann.

Immer häufiger werden Aspergillus-Infektionen auch von anderen Arten wie z.B. Aspergillus flavus, Aspergillus niger und Aspergillus terreus verursacht. Gerade Aspergillus terreus ist sehr problematisch, da er zunehmend invasive und lebensbedrohliche Infektionen bei immungeschwächten Patienten verursacht und oft auf eine Behandlung mit gängigen Medikamenten nicht anspricht.

Hohes Risiko bei Krebspatienten

Invasive Aspergillosen treten fast ausschließlich bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem auf, z.B.:
  • Krebspatienten unter Chemotherapie
  • Empfänger von Organ-, Stammzell- oder Knochenmarktransplantaten
  • Patienten unter immunsuppressiver (das Immunsystem unterdrückende) Therapie
  • Patienten mit Lungenerkrankungen oder Diabetes

Symptome sind unspezifisch und treten verzögert auf

Betrifft die Infektion die Lunge, treten zunächst kaum Symptome auf und der Patient ist fieberfrei. Wenn Symptome erkennbar sind, treten sie oft mit erheblicher Verzögerung auf und sind wenig charakteristisch (z.B. trockener Husten, Atemnot, Brustschmerzen).

Falls die Infektion nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, können sich die Erreger über den Blutweg ausbreiten und auch das Gehirn erreichen. Über 90 % der Betroffenen überleben eine solche Infektion nicht.


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